Kardiologische Tierarztpraxis
Dr. med. vet. Robert Höpfner
Ihr spezialisierter Partner bei Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems
Die dreijährige Weiterbildung zum Herzspezialisten (Residency des ECVIM-CA (Cardiology)) garantiert eine umfassende Ausbildung in der komplexen Diagnostik und Behandlung von Herzpatienten.

Infothek | Erkrankungen - Systemischer Bluthochdruck


Der systemische Bluthochdruck ist eine Blutdruckerhöhung im Körperkreislauf. Normalerweise liegt der Blutdruck bei Hund und Katze ganz ähnlich wie beim Menschen. Grundsätzlich werden zwei Grenzwerte des Blutdruckes unterschieden der Spitzenwert (systolisch) und der niedrigste Wert (diastolisch), zwischen denen der Blutdruck mit dem Herzschlag schwankt.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu erheblichen und dauerhaften Schäden an verschiedenen Organen (insbesondere Herz, Niere, Netzhaut des Auges, Gehirn) führen.


Wie hoch ist der Blutdruck normalerweise?
Die Werte bei Hund und Katze sind grundsätzlich mit denen beim Menschen vergleichbar. Der obere (systolische) Blutdruck sollte bei 110 bis 140 mmHg, der untere (diastolische) Blutdruck bei 60 - 80 mmHg liegen.


Ab wann spricht man von einem Bluthochdruck?
Ein dauerhafter Blutdruck oberhalb von 160 mmHg (systolisch) wird als erhöht angesehen.


Wie beeinflußt Aufregung den Blutdruck?
Unter Aufregung kann der Blutdruck relativ stark ansteigen. Dies spielt insbesondere bei Katzen eine Rolle, die gelegentlich im Aufregungsfall systolische Blutdruckwerte um 180 mmHg erreichen können. Werte oberhalb von 200 mmHg werden in jedem Fall als erhöht angenommen. Im Zweifelsfall muß man versuchen, andere Hinweise für einen Bluthochdruck zu finden (z.B: Blutungen im Augenhintergrund) und/ oder wiederholte Messungen durchführen, die über den Gewöhnungseffekt die Aufregung zu vermindern helfen.


Welche Ursachen für einen Bluthochdruck gibt es?
Im Gegensatz zu uns Menschen gibt es bei Hund und Katze fast immer eine auslösende Ursache für einen Bluthochdruck. Typische Krankheiten, bei denen ein Bluthochdruck häufig auftritt, sind:

  • Chronische und akute Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Hyperadrenocortizismus (Nebennierenrindenüberfunktion/ Cushing-Syndrom)
  • verschiedene hormonell aktive Tumore (z.B. Phäochromozytom)

Welche Symptome kann man bei einem Bluthochdruck sehen?
Oft sind keine Symptome erkennbar. Der Blutdruck sollte auch deshalb zumindest bei Tieren mit prädisponierenden Erkrankungen wie Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenüberfunktion regelmäßig kontrolliert werden. Wenn Symptome auftreten, sind diese eher allgemeiner unspezifischer Natur oder resultieren aus Beeinträchtigungen oder sogar Schädigungen von anderen Organen:

  • Allgemeine Symptome: Nervosität, Schwindel, Hecheln
  • Gehirn: Taumeln/ Schwanken, plötzliches Stolpern, Kopfschiefhaltung etc.
  • Auge: plötzliche Blindheit; Blutungen in die vordere Augenkammer, Netzhautablösungen
  • Herz: Atemnot, Taumeln, Umfallen (Synkopen)

Wie kann der Blutdruck gemessen werden?
Der Blutdruck kann am wachen, nicht narkotisierten Tier am Bein oder Schwanzansatz gemessen werden. Grundsätzlich bestehen zwei unterschiedliche Techniken:

  • Oszillometrische Methode mit einer Manschette und einem Gerät, dass die Pulsschläge der zu messenden Arterie feststellt
    Vorteil: Messung des oberen (systolischer Blutdruck) und unteren Grenzwertes (diastolischer Blutdruck) möglich
    Nachteil: Sehr unzuverlässige Messungen bei kleinen Hunden (unter 6 kg) und Katzen
  • Dopplermethode mit einem herkömmlichen manuellen Blutdruckmessgerät und einer Sonde, die das Pulssignal der zu messenden Arterie verstärkt
    Vorteil: Präzise Messungen bei kleinen Hunden und Katzen möglich
    Nachteil: Messung des unteren Grenzwertes (diastolischer Blutdruck) nicht möglich

Wie kann der Bluthochdruck behandelt werden?
Im Vordergrund steht wenn irgendwie möglich die Behandlung der zugrundeliegenden Ursache (z.B. Schilddrüsenüberfunktion). Ist dies nicht in ausreichendem Maße möglich (wie z.B. in der Regel bei einer chronischen Nierenerkrankung) existieren mehrere Medikamente mit verschiedenen Angriffspunkten, die den Blutdruck dauerhaft in den Normalbereich senken.
In der Regel ist eine ein- bis zweimalige Tabletteneingabe täglich notwendig.

Dr. Robert Höpfner

Fachtierarzt für
Kleintiere · Kardiologie


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